Projekttag „ Zeitzeugen“
in der Realschule Crange, 24.März 2011
Authentische Begegnung der Jugendlichen mit Menschen,
die die NAZI-Zeit erlebt haben
Der Lehrplan Geschichte sieht als Thema die Zeit vor
und nach dem 2.Weltkrieg vor.
Jetzt aber traf Lernstoff auf Wirklichkeit.
8 Zeitzeugen, von denen die älteste Teilnehmerin
1923 geboren wurde, kamen in die Realschule Crange, um 80 Schülern
des 10.Jahrgängs ihre persönliche Geschichte während der Nazi-Diktatur zu
erzählen.
Und diese war mit starken Emotionen verbunden.
Was war ihr schrecklichstes Erlebnis? Fragte
Melda aus der 10a.
Die Antwort von Willi Birkemeyer war erschütternd. Er hatte
die erbarmungslose Ermordung eines Soldaten mit einem Maschinengewehr
miterlebt. Die Schüler waren erschüttert.
Wiily Birkemeyer hat ein Buch über seine Erlebnisse in der
Gefangenschaft geschrieben. Die Schüler wollten mehr hören. Kurz nach der
Veranstaltung vereinbarten sie zusammen eine Lesung. Diese wird am 4.4. um
12.00 Uhr sein.
Mit Tränen in den Augen erzählte Frau Bierbaum von
Bombenangriffen, Hunger, Angst und Tod. Diese Betroffenheit spiegelte sich
spürbar in den Gesichtern der Schüler.
Gerda Stullich, 88 Jahra alt, hatte die
Beweis für die Ermordung der Juden in Buchenwald dabei. Von ihrem Vater hatte
sie Originalfotos, die er heimlich in Buchenwald gemacht hatte, mitgebracht.
Viele Schüler blieben länger als vereinbart. Zu interessant
und authentisch war die Begegnung. Diesmal durfte der Unterricht ohne Murren
länger gehen.
Horst Spieckermann ist der Organisator der Aktion
„Zeitzeugen“.
Immer wieder ist er auf der Suche nach älteren Mitbürgern,
die bereit sind jungen Menschen Ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus Ihrem Leben
mitzuteilen. Vor 3 Jahren- auch in der Realschule Crange - begann diese Idee
des Generationenaustausches zum ersten Mal Wirklichkeit zu werden.