Realschule
Crange
Städt.
Realschule
Semlerstr.
4 w 44649 Herne w ' 02325
/ 798701 w Fax: 02325 / 798702
Konzept
zur
Entwicklung und Ausprägung einer „Gebundenen Ganztagsrealschule“
ab dem
Schuljahr 2009/2010
Inhaltsverzeichnis
I. Der
Weg in die Ganztagsbetreuung
II. Die
Konsequenz / Entscheidungen in den Mitbestimmungsgremien
III. Chancengleichheit
und Integration als Leitziele der Schule
Leben und Lernen in Crange
Mehr Erziehung und mehr Integration
Mehr Lernkontrolle
IV. Organisatorische
und pädagogische Umsetzungsvorsätze
V. Modellbeispiel
für einen Tagesablauf im Ganztag
Der Kernbereich (Vormittagsunterricht)
Die Mittagspause
Der Lernbereich am Nachmittag
VI. Bestandsaufnahme
/ Anknüpfungspunkte für das Ganztagskonzept
Sprachförderung
Das Konzept der individuellen Förderung und das Projekt
„Komm mit“
Theaterkultur
Bewegungserziehung
Musische Erziehung
Technik als Ausbildungsschwerpunkt
Streitschlichtung / Gewaltprävention
Lebensplanung und Berufswahlorientierung
Soziale Schulqualität / Schulsozialarbeit
VII. Der
Förderverein, das nicht lehrende Personal und die Elternbeteiligung
VIII. Die
Kooperationspartner
Das Stadtteilbüro „Bickern / Unser Fritz“
Der Schulträger und das Gebäudemanagement der Stadt
Herne
Der DFB und Sportvereine
Fachhochschule Dortmund
Grundschulen
Die Stadtteilbücherei
Die Jugendkunstschule in Crange
Jugendförderung der Stadt Herne
Die Polizei
Betriebe
Netzwerk gesundheitsfördernder Schulen
Senioren als Projekthelfer
IX Evaluationsfelder
Nachwort
I.
Der Weg
in die Ganztagsbetreuung
Zum
Schuljahr 2007/2008 entschloss sich die Realschule Crange zur Durchführung der
Maßnahme „13plus“. Dieses Modell existiert damit im aktuellen Schuljahr
2008/2009 nun im zweiten Jahr. Zurzeit werden allein aus den fünften und
sechsten Jahrgängen 38 Kinder täglich (auch dienstags) von 13.20 Uhr bis 15.30
Uhr betreut. Allein 21 dieser Kinder nehmen regelmäßig am Mittagessen teil.
Weitere Kinder werden am Essen teilnehmen, wenn das Landesprogramm „Kein Kind
ohne Essen“ fortgesetzt wird und Zuschüsse zu erwarten sind.
II.
Die
Konsequenz / Entscheidungen in den Mitbestimmungsgremien
Vor dem
Hintergrund der bestehenden erfolgreichen Betreuungsmaßnahme
„13plus“ (positive Erfahrungen bei der Lernförderung, zunehmende Anmeldezahlen
im zweiten Jahr nach der Einführung) entschloss sich das Lehrerkollegium am
16.9.2008 für die Antragstellung an die Schulkonferenz zur Umwandlung der
Realschule Crange in eine „Gebundene Ganztagsschule“. Diesem Antrag wurde in der
Schulkonferenz am 24.9.2008 mit eindeutiger Mehrheit entsprochen.
Die
entsprechende Vorlage erhielt der Schulträger am 15.9.2008.
III.
Chancengleichheit
und Integration als Leitziele der Schule.
Die Lehrer
und Lehrerinnen der Realschule Crange möchten mit ihrem Ganztagskonzept die Zukunftschancen
für die Kinder und Jugendlichen in Herne verbessern.
Die
Realschule Crange liegt in einem strukturell benachteiligten Stadtteil. Über
50% der Schülerschaft hat eine Einwanderungsgeschichte. Ein schwaches soziales
Umfeld (Arbeitslosigkeit) sowie migrationsbedingte Probleme führen
unweigerlich zu erheblichen Lernproblemen.
Das Angebot
einer Ganztagsbetreuung knüpft konsequent an das Konzept der umliegenden
offenen Ganztagsgrundschulen an. Es reagiert damit auch auf veränderte
Familienbilder und Berufsausrichtungen in der Gesellschaft. Die Anmeldezahlen
für die Maßnahme „13plus“ bestätigen, dass die Einführung einer ganztägigen
Betreuung der richtige Weg in Crange war und sein wird. Mit dem Wegfall eines
Eigenanteils (wie zurzeit noch erhoben) wird den sozialen Bedürfnissen der
Eltern in Crange noch mehr entsprochen.
Leben
und Lernen in Crange
Unter dem
Motto „Leben und Lernen in Crange“ wird die Realschule Crange Gestaltungsräume
für „Benachteiligte“ schaffen. Besonders mit Aktivitäten im Bereich Bewegung,
Spiel, Theater und Musik wird die Schule die Persönlichkeitsentwicklung
fördern und das Selbstwertgefühl der Schüler stärken. Kulturelle
Veranstaltungen ermöglichen Schülern und Eltern Begegnungen ohne Vorurteile.
Attraktive Angebote werden die Schule weiterhin stark in den Stadtteil einbinden.
Mehr
Erziehung und mehr Integration
Die
Realschule Crange als Ganztagsschule wird die erhöhten Chancen zur Steuerung
sozialer und individueller Prozesse im Alltag der Schüler zu nutzen wissen.
Mehr
Lernkontrolle
Benachteiligte
Kinder benötigen Lernhilfen. Die kontrollierte Hausaufgabenbetreuung bis hin
zur Befähigung der Schüler zur Selbststeuerung der Lernprozesse wird ein Kerngeschäft
der Ganztagsbetreuung sein.
IV.
Organisatorische
und pädagogische Umsetzungsvorsätze
Folgende
Aspekte werden zunächst angestrebt:
§
Eine sinnvolle
rhythmisierte Verteilung von Lernzeiten und Erholungszeiten
§
Erzieherische
Nähe durch direkte Bezugspersonen
§
Partizipation
und Mitgestaltung durch Eltern
§
Entwicklung
individueller und bedarfsgerechter Förderpläne
§
Schaffung neuer
Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten
§
Erziehung zum
partnerschaftlichen Umgang von Jungen und Mädchen
§
Erziehung zu
Selbstdisziplin und guten sozialen Umgangsformen
§
Hinführung zur
Mitbestimmung und Gestaltung von Schule
§
Schrittweise und
altersgemäße Befähigung zu eigenständiger Wahl der zu bearbeitenden Aufgaben
§
Projektartiges
Arbeiten und Einsatz von Lerntagebüchern
Begleitende
Maßnahmen:
§
Schüler höherer
Jahrgänge übernehmen Verantwortung für Jüngere
§
Konzentration
auf gute und gesunde Ernährung
§
Kooperation mit
umliegenden Grundschulen
§
Rückzugs –und
Ruheangebote in den Pausen für Kinder und Lehrer
V.
Modellbeispiel
für einen Tagesablauf im Ganztag
Der
Tagesablauf im Ganztag der Realschule Crange gliedert sich in 3 Abschnitte:
Ø
Der Kernbereich
(Vormittagsunterricht)
Ziele:
§
Erfüllung
curricularer Vorgaben
§
Entspannungspausen
und Bewegungseinheiten
Ø
Die Mittagspause
Ziele:
§
Gesunde Ernährung
durch hochwertige Angebote
§
Bewegungspause
auf dem Schulgelände
Ø
Der Lernbereich
am Nachmittag mit „Pflicht“ und „Kür“
Ziele:
§
Lernen und
Aufgabenbewältigung unter Lehrerkontrolle
§
Kulturelle,
sportliche, musische und handwerkliche Angebote
§
Einübung bzw.
Vertiefung kooperativer und kommunikativer Lernformen
VI.
Bestandsaufnahme
/ Anknüpfungspunkte für das Ganztagskonzept
Sprachförderung
Das Konzept
der Sprachförderung an der Realschule Crange wurde im Schuljahr 2006/7 begonnen
und wird durch folgende Kernpunkte realisiert:
§
Diagnose von
Lerndefiziten im sprachlichen Bereich mittels eingeführter Eingangsdiagnostik
in den 5. und 6. Klassen
§
Behebung von
Lerndefiziten mit gezielten Fördermaßnahmen
§
Verabredung von
fachübergreifenden Maßnahmen zur Sprachförderung
§
Ermittlung und
Behebung von Lerndefiziten im sprachlichen Bereich in den 5. und 6. Klassen
§
Einrichtung
einer Schüler-Ausleihbücherei zur Belebung der Lesekultur
Das
Konzept der individuellen Förderung und das Projekt „Komm mit“
Schon im
Schuljahr 2007/08 konnten Schüler der Erprobungsstufe neben Förderangeboten in
Englisch, Deutsch und Mathematik auch die Arbeitsgemeinschaften „Junge
Forscher“, „Junge Köche“, „Junge Techniker“ und „Junge Schauspielgruppe“
wählen. Dieses Konzept wird fortgesetzt.
Seit dem
Schuljahr 2008/2009 nimmt die Schule an dem Projekt des Schulministeriums „Komm
mit“ teil. Dies beinhaltet zusätzliche Förderangebote für
versetzungsgefährdete Schüler.
Für die
Mittelstufe hat die Fachschaft Mathematik bereits ein Förderkonzept nach Themenschwerpunkten
erfolgreich erprobt.
Theaterförderung
Durch
darstellende Projekte wird die Kommunikationsfähigkeit und Persönlichkeitsentwicklung
der Schüler gefördert.
Die große
Aula der Schule wurde grundrenoviert und ein neues Nutzungskonzept ist in der
Planung. Bereits im Juni 2007 gelang der bestehenden Theatergruppe ein großer
überregionaler Erfolg.
Bewegungserziehung
Der
Zusammenhang von Bewegungsfähigkeit und Denken ist unumstritten. Bewegung ist
das Tor zur Wahrnehmung und unterstützt das Lernen. Bewegung eröffnet zudem
soziale Bezüge und emotionale Kognitionen und ermöglicht es, Wertvorstellungen
zu erlangen.
Die
Realschule Crange bietet ein umfassendes Bewegungskonzept an.
Kernelement
dieses Konzeptes ist die Einrichtung von Spiel- und Kommunikationsfeldern.
Dazu
gehört:
§
Die Umgestaltung
des Schulhofes (bereits zum Schuljahr 2009/2010 realisiert)
§
Die
Bereitstellung von Spiel- und Bewegungsmaterial (Spielkisten sind in den Klassen
5 und 6 vorhanden)
§
Die Gestaltung
der Pausen durch ausgebildete Schüler als Sporthelfer (wird bereits erfolgreich
durchgeführt).
Musische
Erziehung
Eine
intensive Musikerziehung wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit,
das soziale Verhalten und das Gemeinschaftsgefühl in der Schule aus (Erkenntnis
einer Projektstudie des NRW-Ministeriums).
Die
Realschule Crange wird diesen Aspekt stark betonen. Bisher konnte Folgendes
realisiert werden:
§
Alle Schüler
erlernen in der 5. Klasse ein Instrument
§
Bereitstellung
von Instrumenten: Schulgitarren, Glockenspiele, Flöten und
Rhythmusinstrumente.
§
Die
Veranstaltungen „Frühlingssingen“ und „Weihnachtssingen“ sowie die Chorausbildung
sind seit Jahren ein fester Bestandteil des Schulprofils.
Ausbildungsschwerpunkt
Technik
Im Schuljahr
2009/2010 bietet die Schule in der 7., 8. und 9. Jahrgangsstufe den Wahlpflichtbereich
Technik an.
Daneben
bereitet im Wahlpflichtbereich II der Kurs Bühnentechnik die Schüler auf
berufsrelevante Fähigkeiten im technischen Bereich vor.
Einen weiteren
Schwerpunkt bildet der Bereich „Mädchen und Technik“. In Zusammenarbeit mit der
Fachhochschule in Dortmund werden Schülerinnen auf technische Berufe vorbereitet
und als Moderatoren für die Präsentation von physikalischen und technischen
Phänomenen ausgebildet.
Streitschlichtung
/ Gewaltprävention
An der
Realschule Crange werden seit dem Schuljahr 2004/2005 Schülerinnen und Schülern
zu Streitschlichtern ausgebildet. Weiterhin wollen wir durch Spielen und
Darstellen Konfliktbewältigung üben und Streitkultur vermitteln.
Zwei
Hauptkommissare aus Herne führen regelmäßig Projekte zur Gewaltprävention und
zur Information über Eigentumsdelikte durch.
Lebensplanung
und Berufswahlorientierung
Die
Realschule Crange hat die folgenden grundlegenden Angebote zur Lebensplanung
und Berufswahlorientierung :
§
Zusammenarbeit
mit den Berufskollegs der Region
§
Zusammenarbeit
mit der Agentur für Arbeit (Kooperationsvertrag)
§
Interkulturelle
Zusammenarbeit (RAA /Elternarbeit)
§
„Stubo-Koordinator
“ und Beratungslehrer
§
Arbeit mit dem
Berufswahlpass
§
Durchführung von
Praktika in der Klasse 9
§
Zusammenarbeit
mit dem Weiterbildungszentrum der VHS- Bochum
§
Durchführung von
Messebesuchen (zur Berufswahl)
Die
Realschule Crange hat kontinuierlich Netzwerke zur innerschulischen Stärkung
der
Lebensplanung und Berufswahlorientierung geknüpft.
Insbesondere
sind dies:
§
die
Zusammenarbeit mit „Partner für Schule“ in unterschiedlichen Projekten
§
Mädchenförderung
durch langjährige Zusammenarbeit mit der FH- Dortmund
§
Qualifizierte
Bewerbungstrainings mit der AOK
§
Projekt Schule
und Wirtschaft - Kooperation mit der Firma Evonik
§
Betriebe
besuchen die Schule (DM-Drogerie, Plus, DB….)
§
Schule besucht
Betriebe (Opel, Evonik, Kraftwerke…)
§
Zusammenarbeit
mit der Polizei (Präventionsprojekte, Verkehrssicherheitsberatung)
§
Zusammenarbeit
mit diversen Sportvereinen
Schüler und
Elternhaus finden an der Realschule Crange eine Vielzahl von Möglichkeiten,
richtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.
Soziale
Schulqualität / Schulsozialarbeit
Eine direkte
Verbindung zwischen Beratungslehrer und Jugendhilfe existiert schon über
mehrere Jahre. Es ist das erklärte Ziel der Schule, ausgehend von §7 KJFöG und
§ 5 SchulG, die Jugendsozialarbeit in ein abgestimmtes Konzept zur Bildungs-
und Erziehungsförderung einzubinden. Schwerpunkte der Zusammenarbeit werden sein:
§
Abstimmung
außerschulischer Bildungs- und Freizeitangebote
§
Entwicklung
schulbezogener Angebote der Jugendarbeit innerhalb des Ganztagbetriebs
§
Betreuung und
Beratung von Familien im Sinne der Familienförderung
§
Entwicklung
gemeinsamer Konzepte zur Gesundheitsförderung
§
Entwicklung von
Präventionsstrategien bei besonders schwierigen Lebenslagen.
VII.
Der
Förderverein, das nicht lehrende Personal und die Elternbeteiligung
Die
Elternbeteiligung ist der Schlüssel zur Integration und zum Lernerfolg.
Mit dem
beginnenden Ganztag wird die Schule den Kontakt mit der Elternschaft intensivieren.
Ein wichtiges Element wird dabei der bestehende sehr aktive Förderverein mit
seinen Aktionen sein.
Weiterhin
werden gegenseitige Vereinbarungen zwischen Eltern und Lehrern die pädagogische
und soziale Einbindung in das System Schule ermöglichen.
Weitere
Mitgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich für Eltern im Hinblick auf
Evaluationsaufgaben zum Ganztag (vgl. dazu IX.)
Neben
ergänzenden verwaltungstechnischen Aufgabenfeldern hat die Sekretärin neue Aufgabenfelder
innerhalb der Organisation des Ganztages zu leisten. Sie wird längere Präsenszeiten
einplanen müssen. Neue Aufgabenfelder sind z.B.:
§
Die An- und
Abmeldungen von Kindern am Nachmittag
§
Vermittlung von
Eltern- und Beratungsgesprächen
§
Die Verbindung
zu den Kooperationspartnern
§
Organisatorische
Steuerung des Mittagessens.
Für weitere
hauswirtschaftliche Tätigkeiten sollte Personal eingeplant werden.
VIII.
Die
Kooperationspartner
Das
Stadtteilbüro „Bickern / Unser Fritz“
Seit 3
Jahren unterstützt das Stadtteilbüro „Unser Fritz“ die Teilnahme der Schule an
Förderprogrammen der EU. Dabei wurden bereits folgende Projekte realisiert und
direkt in das Konzept der Ganztagsschule eingebunden:
§
„Musik und
Bewegung machen klug“
§
Ein Schülercafé
entsteht und wird in Eigenregie geführt
§
„Auf der Bühne
und im Leben stark“ (Entwicklung einer Theaterkultur)
§
„Lesen macht
stark“ (Einrichtung einer Schülerbücherei)
§
Aufbau einer
Umweltstation ( Gesunde Schule )
§
Im Rahmen eines
sozial-integrativen Projektes steht die Vollendung einer Freiklasse auf dem
Schulhof im Stil eines Amphitheaters kurz vor der Vollendung
§
Das
Bildungspatenkonzept (Studentinnen mit eigenem Migrationshintergrund betreuen
Schüler im Projekt „13plus“)
Der
Schulträger und das Gebäudemanagement
Bis zum
Schuljahr 2009/2010 wird der Schulhof zu einer Kommunikations– und Bewegungsfläche
umgebaut. Die Entwürfe gehen Anfang 2009 durch den Rat der Stadt Herne.
Die
vorbereitenden Aufgabenfelder des Schulträgers, die im Zusammenhang mit einer
Ganztagsorganisation stehen, wurden sehr zügig eingeleitet.
Der DFB
und Sportvereine
Im Oktober
2008 wird das DFB-Minifußballfeld auf dem Schulgelände fertiggestellt sein. Kooperationsvereinbarungen
mit dem in der Nahe liegenden Fußballverein wurden angebahnt.
Eine
Übungsleiterin trainiert eine Basketballgruppe innerhalb des Angebots
„13plus“.
Grundschulen
Eine feste
Größe im Terminplan der Schule bildet der „Grundschultag“ zum gegenseitigen
Erfahrungsaustausch zwischen Lehrern über Lernstandards und Lernproblemen in
der Grundschule und der Realschule.
Die
Stadtteilbücherei in Wanne
Innerhalb
dieser Partnerschaft erhielt die Schule die logistische Unterstützung beim
Aufbau der Schülerbücherei.
Die
Jugendkunstschule in Crange
Theaterexperten
und Gesangslehrer unterstützten die Schule in verschiedenen Projekten.
Jugendförderung
der Stadt Herne
Die
Jugendförderung führt regelmäßig Projekte durch, zuletzt zum Thema
Rechtsradikalismus.
Die
Polizei
(Vgl. Punkt
VI) Hierzu gehören auch die jährlichen Aktionen zur Verkehrssicherheit.
Betriebe
(Vgl. Punkt
VI)
Fachhochschule
Dortmund
Das
Frauenprojektlabor der Fachhochschule führt jährlich Projektwochen zur
Technikausbildung von Mädchen durch. Zurzeit werden Schülerinnen als Multiplikatoren
ausgebildet, um das Projekt in den Schulalltag zu übertragen.
Netzwerk
gesundheitsfördernder Schulen
Die
Realschule Crange ist anerkannte Opus-Schule. Auch die Lehrer profitierten von
dieser Partnerschaft. Ein Lehrerprojekt zur Stressbewältigung im Alltag wurde
im Schuljahr 2007/2008 durchgeführt.
Netzwerke
zur Lebensplanung und Berufswahlorientierung
(Vgl. Punkt
VI)
Senioren
als Projekthelfer
Das
„Seniorteachermodell“ wurde mit einem Modellprojekt im Mai 2008 eingeleitet.
(siehe
Homepage) Dabei standen die Achtung älterer Menschen und die Anerkennung ihrer
Fähigkeiten im Vordergrund. In Zukunft sollen Senioren als Experten in der
Realschule Crange Kinder bei lebensnahen Projekten helfen.
IX
Evaluationsfelder
Wie schon
unter VII. genannt, sollen neue Mitgestaltungsgremien erprobt werden. Die Benennung
einer Integrationsbeauftragten durch die Schulkonferenz war ein erster Schritt.
Ein
Elterngremium „Ganztag“ mit Anhörungsrechten innerhalb der Lehrerkonferenz und
Schulkonferenz wird ein weiterer Schritt sein.
Schon im
Schuljahr 2007/2008 wurde eine Befragung der Eltern zur Zufriedenheit mit dem
Projekt „13plus“durchgeführt. Dieses Verfahren der regelmäßigen Befragung wird
für die Teilnehmer des „Gebundenen Ganztages“ fortgesetzt.
Mit der
schulischen Absicherung der beschriebenen Ziele des Konzeptes „Gebundener Ganztag“
beschäftigt sich die bestehende Steuergruppe.
Zum
Schulprogramm gehört ein Begleitbericht. Dieser Begleitbericht wird ständig
erneuert und nennt konkrete Indikatoren zu Zielen der Schule.
Nachwort
Mit der
Umwandlung in eine „Gebundene Ganztagsschule“ vollzieht die Realschule
Crange einen starken strukturellen Wandel.
Es besteht
ein starker Wille der Eltern, Lehrer und Schüler - aufbauend auf bestehenden
Strukturen - das Schulleben neu zu gestalten.
Die
Schulgemeinde versteht diese Veränderung als Entwicklungsprozess, der zunächst
über 6 Jahre angelegt ist und in den alle schulischen Gremien hineinwachsen wollen.
So müssen
zum Beispiel neue Wege der Mitbestimmung oder Evaluationsvorgaben innerhalb
des beschriebenen Prozesses erst entwickelt und in Mitwirkungsgremien beschlossen
werden.
Mitglieder
des Lehrerkollegiums werden an Fortbildungsangeboten zur Gestaltung des
Schulalltages teilnehmen. Eine Pädagogische Lehrerkonferenz soll das allgemeine
Konzept konkretisieren.
Die
Realschule Crange hat viele Ansätze und Voraussetzungen für die Organisation
eines Ganztags. Das beschriebene Konzept bildet dabei zunächst die
Handlungsorientierung.
Geben wir
uns allen aber die Zeit, die nötig ist, für die sorgsame Gestaltung einer
neuen Schulorganisation in Herne, der „Gebundenen Ganztagsrealschule“.