Aufruf

Liebe Eltern der Realschule Crange!

 

Im Zusammenhang mit der schrecklichen Tat von Winnenden müssen wir uns immer wieder fragen, ob wir – Sie als Eltern und wir als Schule -  im Rahmen unserer Erziehungsmöglichkeiten  in der Vorsorge bisher den richtigen Weg gehen.  Aus den  Erfahrungen weiß man, dass bei den Tätern das persönliche Versagen, die  Ausgrenzung aber auch der falsche  Medienkonsum  eine Rolle spielen.

Oft werden  Kinder und Jugendliche mit ihren Problemen allein gelassen, weil Eltern keine Zeit finden, sich mit ihren Kindern zu unterhalten, um gemeinsam  Probleme, die sich im Elternhaus, in der Schule oder im Freundeskreis ergeben, zu lösen.

Bitte nehmen Sie die Sorgen Ihrer Kinder ernst, auch wenn sie Ihnen – gemessen an eigenen Problemen- klein erscheinen.

Beobachten Sie Ihre Kinder, ob sie sich verändern, sie sich immer mehr in sich zurückziehen, welchen Freundeskreis sie haben, welche Freizeitbeschäftigung sie bevorzugen.

Lassen Sie Ihre Kinder mit den Problemen nicht allein!

Auch wir Lehrer bemühen uns die Probleme der Schüler zu erkennen,  Diskriminierung und Gewalt zu verhindern und Hilfen durch individuelles Beratungsangebot zu geben.

 

Auch Ihnen, liebe Eltern, bieten wir diese Beratung bei Problemen und Sorgen mit Ihren Kindern an. Bitte suchen Sie den Kontakt zu uns in diesen Fällen.

 

Bereits im Dezember 2006  haben wir über ein Anschreiben zur gemeinsamen Erziehungsarbeit aufgerufen. Daran möchten wir noch einmal  mit Nachdruck erinnern. Darin richteten wir den dringenden Appell an Sie als Eltern, die Benutzung des Fernsehers und PCs mit Internet, einschließlich der Videospiele, auf jeden Fall zu kontrollieren und nötigenfalls zu beschränken.  (Den gesamten Wortlaut finden Sie im folgenden Text!)

 

Mit freundlichen Grüßen

Schulleitung und Kollegium der RSC


Aufruf zur gemeinsamen Erziehungsarbeit

durch  Lehrer  und  Eltern der Realschule Crange

gegen Gewaltvideos /Kampfspiele / schlechte schulische Leistungen

 

Die Schulleitung und das Kollegium der Realschule Crange machen sich große Sorgen wegen des geringen Interesses am Lesen und des unverhältnismäßig hohen Konsums digitaler Medien, vor allem durch Jungen.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Schulleistungen dann erheblich schlechter werden, wenn zu viel am Computer gespielt wird.

 

Besonders entsetzt sind wir darüber, wie viele Gewaltvideos und Kampfspiele unterschiedlichster blutrünstiger Grausamkeiten zugänglich sind und besonders mittels Kamera-Handys übertragen werden.

Selbst die sogenannte freiwillige Selbstkontrolle der Medienproduzenten mit Altersbeschränkungen auf 16 Jahre bei Computerspielen und Videos bietet keinen wirklichen Schutz.

 

Im Rahmen des neuen Schulgesetzes sind Sie als Eltern verpflichtet, an der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule mitzuwirken (§42, Abs.4)

Wir richten deshalb den dringenden Appell an Sie als  Eltern, die Benutzung des Fernsehers und PCs mit Internet, einschließlich der Videospiele,  auf jeden Fall zu kontrollieren und nötigenfalls zu beschränken. Ganz besonders erwarten wir eine Übereinstimmung mit Ihnen  in folgenden erzieherischen Werten:

Gewaltspiele gehören nicht in ein Kinderzimmer. Gewaltdarstellungen gehören nicht auf ein Handy. Videospiele können unterschiedliche positive Qualitäten haben. Zu Weihnachten sollte aber kein Gewaltspiel geschenkt werden.

 

Schulleitung und Kollegium der RSC

 

 

 

Wir bitten um Kenntnisnahme und Rückgabe des unteren Abschnitts an den Klassenlehrer.

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Betr.: Gewaltspiele / Gewaltdarstellungen auf dem Handy

Wir haben diesen Appell zur Kenntnis genommen, unterstützen ihn und werden nötigenfalls erzieherische Maßnahmen ergreifen.

 

Klasse: ________ Name: ___________________________

 

Herne, den _______________ __________________

Unterschrift eines Erziehungsberechtigten